Patiententag Diabeteszentrum Bad Lauterberg

Das Diabeteszentrum Bad Lauterberg hatte am 12. Juli 2025 Betroffene, Angehörige, Selbsthilfegruppen und Interessierte im Haus des Gastes, zum 35. Patiententag unter dem Motto Diabetes im Fokus – Wissen, Therapie, Zukunft eingeladen.

Dieser Einladung folgten zahlreiche Gäste. Ein vielseitiges Programm mit Workshops, Vorträgen, Raum für persönliche Gespräche, aktuelle Informationen rund um moderne Diabetestherapien und konkrete Impulse für ein selbstbestimmtes Leben mit der Erkrankung. Es gab vielfältige Gelegenheiten Gesundheitswissen zu vertiefen und selbst aktiv zu werden.

Die Stationen, sowie das liebevoll angerichtete gesunde Essen vom Lauterberger Genuss, was alles inklusive war, fand großen Anklang. An der Veranstaltung nahmen vom DDB Landesverband Sachsen-Anhalt e. V. einige Mitglieder der Selbsthilfegruppen „Die süßen Früchtchen“ Bernburg, Magdeburg – Berufstätige, Magdeburg – Senioren 4 und „ Mellitustreff“ Sangerhausen teil.

Zuerst begrüßte die Verwaltungsleiterin Frau Dr. med. J. Henße alle Gäste, Referenten und Aussteller. Die Diabetesberaterin, Diätassistentin und Leiterin der Diabetesberatung Frau I. Rother stellte eine renommierte Fachklinik vor, die sich seit 1968 auf die Behandlung von Menschen mit Diabetes Mellitus spezialisiert hat. Sie zählt zu den führenden Diabeteszentren in Norddeutschland und bietet ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Leistungen an. An dieser Klinik werden jährlich 1800 Patienten von 12 Ärzten behandelt. Zum Schluss zeigte sie allen Anwesenden noch ein Dankesvideo eines Patienten für das DZBL-Team als Zeichen größter Wertschätzung. Der Bürgermeister der Stadt Bad Lauterberg Herr Lange begrüßte alle Anwesenden und würdigte die zentrale Rolle der Klinik für die Gesundheitsregion Göttingen und des Standortes Bad Lauterberg. Die Aussteller Abbott, Dexcom, Medtronic, Tk Pharma – Trade Diabetes Service (Versandhandel), Jüttner Orthopädieschuhtechnik Mühlhausen, Sanitätshaus ORT Göttingen, SERIMED Zeulenroda – Triebes, Boehringer Ingelsheim stellten ihre Produkte und Angebote vor. In den Workshops der Aussteller konnten im Anschluss Fragen gestellt werden. Hier konnte man sich mit Fachleuten austauschen und sein Wissen erweitern sowie aktiv seine Gesundheit mitgestalten.

Nach der Mittagspause überzeugte ein fachlich interessanter Vortrag von Herrn Prof. Dr. med. N. Perakakis von der Uni Dresden zum Thema GLP 1 basierten Medikamenten – ein Thema, das viele Menschen mit Diabetes aktuell bewegt. Den Abschluss bildete eine Klinikführung, bei der die Besucher Einblicke in die Abläufe und Räumlichkeiten erhielten, was ein Highlight für viele war. Was diesen Tag besonders machte, war die Nähe und Offenheit. Viele Gäste suchten das persönliche Gespräch mit den Mitarbeitern der Klinik – ob am Stand, bei den Vorträgen oder zwischendurch, dadurch entstand ein echter Dialog auf Augenhöhe. Ziel war es Menschen mit Diabetes bestmöglich zu informieren und zu stärken.

Christine Melcher
Öffentlichkeitsarbeit


 

Gassi gehen mit dem inneren Schweinehund

Unter diesem Motto rief die Selbsthilfe Kontaktstelle Salzlandkreis zu einer Schritte-Challenge ein. Ziel war: Im Rahmen der Herzwoche mehr Bewegung in den Alltag bringen.

Am 17.06.2025 ging es los. Die Diabetiker SHG Schönebeck nahm mit 10 Mitgliedern teil. Die Fahrt führte uns zu dem Ferienpark Paschleben.

Bei der Auftaktveranstaltung erfuhren wir in Vorträgen viel über Motivation und deren Verhinderung durch den inneren Schweinehund. Dieser nervt uns ständig mit Ausreden : Es ist zu kalt, draußen regnet es, du hattest einen harten Tag und musst aufs Sofa und so weiter.

Wir erhielten Anregungen wie er zu erziehen ist und bei Fuß bleibt. Im Anschluss gab es für jeden Teilnehmer einen Schrittzähler und in den nächsten 4 Wochen sammelten wir eifrig Schritte.
Am 15.07. war dann die Abschluss- und Auswertungsveranstaltung.

Der Vortrag: Gesund bis ins hohe Alter brachte uns noch mal in Erinnerung welche Werte Ernährung und Bewegung für unser Wohlbefinden haben.

Im Ergebnis der Aktion kam heraus, dass insgesamt von allen Teilnehmern 23 000 000 Schritte gesammelt wurden.

Unsere Gruppe mit den 10 Teilnehmenden hat 1 362 408 Schritte beigetragen.

Das ist doch ein super Ergebnis und wir stehen hinter dem Stadtradeln keinesfalls zurück.

Auch wenn kein Muss mehr dahinter steht, haben wir alle mit Freude mitgemacht und die Bewegung in unserem Alltag als eine Selbstverständlichkeit integriert.
Mein Schweinehund ist inzwischen viel kleiner und hält öfter mal die Schnauze.

Erika Walther
SHG Leiterin


 

Ungewöhnliches Jubiläum in der SHG Bernburg

Die Diabetesgruppe Bernburg kann ein besonderes Jubiläum melden – Ursula Pilgram ist das älteste Mitglied der Diabetikergruppe und konnte im März ihren 100. Geburtstag feiern.

Geboren und aufgewachsen ist Frau Pilgram in Giersleben bei Aschersleben. Nach ihrem Pflichtjahr, welches sie in Hamburg absolvierte, kam sie wieder nach Aschersleben zurück, wo sie arbeitete und ihren Mann kennenlernte. Durch die Arbeit ihres Mannes kam die Familie nach Bernburg. Mit 6 Kindern, 15 Enkeln, 15 Urenkeln und 4 Ur-Urenkel verlief ihr Leben nie ruhig oder langweilig. Trotz ihres hohen Alters lebt sie auch heute noch in ihrer Wohnung am Stadtrand von Bernburg.
Seit 40 Jahren ist Ursula Pilgram Mitglied in der Selbsthilfegruppe und noch immer verpasst sie so gut wie kein Treffen. Für sie ist der Austausch in der Gruppe und die Weiterbildung durch die angebotenen Vorträge auch mit 100 noch ein MUSS. Auf die Frage nach ihrem Geheimnis für ein langes Leben sagt sie mit Augenzwinkern: „Ich mag sehr gern Schokolade und Pralinen, es darf aber auch immer mal ein Stück Speck sein“

Wir wünschen Ihr weiterhin viel Süßes im Leben, dass sie ihr Interesse an den aktuellen Themen nicht verliert und recht viel Gesundheit für die kommenden Jahre.

Annerose Winter


 

Welt Diabetes Tag Glashaus Europa-Rosarium Sangerhausen

Anlässlich des Weltdiabetestages fand am 14. November im Glashaus des Europa-Rosariums in Sangerhausen eine Infoveranstaltung rund um das Thema Diabetes, begleitet von Vorträgen und Diskussionen um die neuesten Entwicklungen und praktischen Tipps für den Umgang mit der Krankheit statt.
Auf Einladung der Selbsthilfegruppe “Mellitustreff“ Sangerhausen/Roßla reisten einige Selbsthilfegruppen unseres Landesverbandes nach Sangerhausen. Die Veranstaltung war gut besucht und es gab auch eine kleine Industrieausstellung, die große Beachtung fand. Auch unser Landesverband, vertreten durch den Landesvorsitzenden Herrn Biester, der Schatzmeisterin Frau Kirchhof, verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit Frau Melcher und die Ansprechpartnerin für das Büro Frau Winter, waren mit einem eigenen Stand vertreten.
Der Chefarzt der Helios-Klinik Sangerhausen Herrn Dr. med, Gregor Fitzel hielt einen Vortrag zum Thema Therapie bei akuter Pankreasinsuffizienz. Dabei erhielten die Gäste Antworten auf Fragen, über die Ursachen und Symptome, aber auch über die Therapiemöglichkeiten, wenn die Bauchspeicheldrüse ihre Funktion teileweise oder ganz aufgibt.
Zum Thema Diabetisches Fußsyndrom sprach der Oberarzt Dr. med. Francesco Amaya der Heliosklinik Eisleben. Dabei ging es um die Themen:
  • Was ist ein diabetischer Fuß?
  • Welche Ursachen hat ein diabetischer Fuß?
  • Durchblutung im diabetischen Fuß verbessern,
  • Druckentlastung,
  • Vorsorge und Kontrolle beim diabetischen Fußsyndrom.
Nach einer kleinen Pause hielt die Zahnärztin Frau Gatz von der Zahnarztpraxis Julia Wendt aus Sangerhausen einen interessanten Vortrag zum Thema Blutzuckerwerte und Parodontitis. Sie berichtete über die Diabetesbedeutung für Zahnarztpraxen, Wechselbeziehungen zwischen Diabetes mellitus und Parodontitis, was man unter Parodontitis versteht, Warnsignale, Risikofaktoren, Vorsorge und was man bei Parodontitis tun kann
Zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich Frau Seeger bei allen Besuchern, Referenten, Förderern und Ausstellern, wie der Firma Abbott Diabetes Care, der AOK Sachsen-Anhalt, dem Deutschen Diabetiker Bund Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. der Gleichstellungsbeauftragten Frau Christiane Mattuschka, der GKV Sachsen-Anhalt, der Heliosklinik Mansfeld-Südharz, der Kreisverwaltung Mansfeld-Südharz, der Mammut-Apotheke Sangerhausen, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband LSA, der Praxis für Podologie Petra Petereit Sangerhausen/Artern. Der Firma Roche Diabetes Care, dem Schuhhaus Ludwig Sangerhausen, Schwester Gerlinde und ihrem Team des Diabeteszentrums Eisleben, der Stadtverwaltung Sangerhausen und der Selbsthilfegruppe Sangerhausen/Roßla.
Am Ende der Veranstaltung wurde der Glasbau des Rosariums anlässlich des Weltdiabetestages blau angestrahlt, denn blau ist die weltweite Symbolfarbe im Kampf gegen Diabetes. Mit neuem und aufgefrischtem Wissen traten alle die Heimreise an.
Der Deutsche Diabetiker Bund Landesverband Sachsen-Anhalt e. V. möchte sich besonders bei der Leiterin der Selbsthilfegruppe „Mellitustreff“ Sangerhausen/Roßla Frau Seeger, allen Besuchern, Gästen Referenten, Förderern und Ausstellern für diese gelungene Informationsveranstaltung bedanken.
Christine Melcher

Öffentlichkeitsarbeit


Jubiläum in Merseburg

Unter dem Titel „Seit 20 Jahren Hilfe zur Selbsthilfe“ feierte die Paritätische Selbsthilfekontaktstelle Saalekreis am 6. Juni 2024 ihr Bestehen. Es wurden Mitglieder der Gruppen, Selbsthilfegruppenleiterinnen und Selbsthilfegruppenleiter zu dieser Feierstunde eingeladen.

Frau Eller, die vor 20 Jahren die Kontaktstelle gegründet hat, war natürlich auch bei diesem Fest dabei. Sie unterstützt aktuell immer noch Frau Thomas, die die Kontaktstelle jetzt leitet.

Der Oberbürgermeister der Stadt Merseburg begrüßte alle anwesenden Gäste und bedankte sich bei Frau Thomas für die gute Arbeit, die ermöglicht, dass Hilfesuchende fast immer eine Lösung für ihre Probleme finden.

Beim gemütlichen Kaffeetrinken konnten dann Erfahrungen ausgetauscht werden bevor es noch einen Vortrag gab, der Hinweise und Tipps gab, die Selbsthilfegruppenarbeit zu verbessern. Es war also nicht nur eine kleine Feierstunde, sondern alle haben noch viele Anregungen mit nach Hause nehmen können. Ich wünsche der Selbsthilfekontaktstelle noch viel Erfolg bei der Arbeit!

Christa Kirchhof
SHG-Leiterin

Paritätische Selbsthilfekontaktstelle Saalekreis

Sixtistraße 16a, 06217 Merseburg
Telefon: 03461 341872
E-Mail: hk-sk@paritaet-lsa.de

Bürozeiten
Mo bis Do: 08:00 – 15:30 Uhr
Fr: 08:00 – 14:00 Uhr

Paritätische Selbsthilfekontaktstelle Saalekreis

 


 

SHG-Merseburg – Gruppentreffen zum Thema Diabetischer Fuß

Ich habe am 25. Juni 2024 die Selbsthilfegruppe Merseburg zu ihrem Treffen besucht, damit ich den Diabetischen Fuß besser verstehen lerne. Herr Kai Krobitzsch der Firma Orthopädie-Schuhtechnik Krobitzsch aus Bad Dürrenberg war zu Gast. Im Gepäck hatte er verschiedene Modelle von Schuhen, Strümpfen, spezielle Geräte zur Vibrationsübertragung, Messung des Wärme- und Kälteempfindens und interessante Informationen zu präventiven Maßnahmen der Fußgesundheit.

Er berichtete über seine langjährigen Erfahrungen in der Orthopädietechnik. So auch über die Auswirkung einer Neuropathie bei Patienten mit Diabetes, die bis hin zur Amputation des gesamten Fußes gehen kann. Alle Betroffenen sollten unbedingt ihre Füße täglich kontrollieren, um rechtzeitig Verletzungen zu erkennen. Gerade in der heißen Jahreszeit wird oft ohne Strümpfe in Schuhe/Sandaletten geschlüpft. Da können schnell Druckstellen, Schwielen oder sogar Wunden entstehen. Zur Pflege der Füße ist zudem eine regelmäßige podologische Fußpflege sinnvoll, darauf wies er hin.

Auch wichtig zu wissen ist, dass angefertigtes Schuhwerk nochmals nachgearbeitet werden muss, wenn festgestellt wird, dass der „Schuh drückt“ oder man keinen festen Halt in den Schuhen hat! Diesen Service sollte jeder in Anspruch nehmen und sich nicht scheuen, Probleme mit dem neuen Schuhwerk beim Orthopädietechniker anzusprechen.
Im Übrigen, die mitgebrachten Modelle sahen nicht altmodisch und unmodern aus, wie man sich vielleicht angefertigtes Schuhwerk vorstellt, sondern unterscheiden sich in den Formen und Farben nicht von den Angeboten im Schuhhaus.

Ein weiteres Thema seines Vortrages waren Strümpfe. Jeder kennt das angenehme Gefühl, wenn die Strümpfe nicht einschnüren und auch beim Ausziehen keinen lästigen Geruch hinterlassen, also atmungsaktiv sind. Das sind wichtige Eigenschaften, auf die Diabetiker unbedingt achten sollten. Ich fand den Vortrag sehr informativ – nicht nur für Diabetiker.

Annerose Winter
Büroservice


 

Erfahrungsaustausch

Am 15. Juni 2024 begrüßten wir die Selbsthilfegruppe „Diabetestreff“ aus Wolfsburg in unserer Landeshauptstadt Magdeburg zu einem Erfahrungsaustausch. Wir nahmen die Gruppe am Hauptbahnhof in Empfang und es ging mit der Straßenbahn weiter zum Alten Markt. Unser Selbsthilfegruppenleiter, Herr Stephan, hatte von dort aus eine Stadtrundfahrt durch Magdeburg organisiert, die sehr informativ war.Danach ging es zu unserem Treffpunkt des Alten- und Service-Zentrums „Pik ASZ“ in der Leipziger Straße. Einige Mitglieder der Selbsthilfegruppe hatten hier einen kleinen Imbiss vorbereitet der allen gemundet hat.

Es erfolgte ein reger Erfahrungsaustausch der beiden Gruppen. Am frühen Nachmittag verabschiedeten wir die Wolfsburger Selbsthilfegruppe und wünschten eine gute Heimreise. Vorher bedankten wir uns für den Besuch und vereinbarten für das nächste Jahr einen Termin für ein Treffen in Wolfsburg.

Ich möchte mich bei allen Beteiligten bedanken, die diesen schönen Tag organisiert haben.

Christine Melcher
Stellvertretende Selbsthilfegruppenleiterin Magdeburg-Berufstätige


 

25 Jahre Selbsthilfegruppe SBK 2

Kinder wie die Zeit vergeht! Wir blicken zurück auf das vergangene Jahr und vor allem, auf 25 Jahre unserer Selbsthilfegruppe.

Vor 25 Jahren gab es in Schönebeck so viele Mitglieder in Gruppen, dass sie sich immer wieder teilen mussten. Dadurch entstand 1998 die Selbsthilfegruppe SBK 2. Das genaue Datum ist nicht mehr nachvollziehbar. und aus dieser Zeit ist auch kein Mitglied mehr dabei. Wir begannen damals mit 12 Mitgliedern. Zwischenzeitlich waren mal 28 in der Gruppe. Aus den drei großen Gruppen in Schönebeck sind nur wir, die Gruppe SBK 2, mit nun 23 Mitgliedern übriggeblieben.

Was bewegt uns alle 4 Wochen in die Gruppe zu kommen?

Wir sind zu einer guten Gemeinschaft zusammengewachsen und freuen uns auf diese Nachmittage, weil wir uns austauschen können. Wir erfahren immer wieder etwas Neues über den Umgang mit dem Diabetes, auch wenn einige von uns schon „alte Hasen“ sind. Auch der Kaffee-Klatsch und das zwanglose Beisammensein gehören zu einem gelungenen Nachmittag. Wenn wir so zurückblicken auf die 25 Jahre, der Beginn lag ja im vorigen Jahrhundert, hat sich doch so vieles geändert und für uns ist vieles leichter und angenehmer geworden.

Als ich die Diagnose bekam, gab es noch keine Geräte zur Selbstkontrolle. Da wurde man alle 6 – 8 Wochen zum Arzt bestellt, der dann den Blutzucker kontrollierte. Je nachdem wie streng der Arzt war, ging man immer mit einem schlechten Gewissen hin und behalf sich mit so kleinen Unsitten wie Sauerkraut essen oder einen Klaren trinken, um wenigstens an dem Tag einen guten Wert zu haben. Als dann der Langzeitwert gemessen werden konnte war die Unsicherheit noch größer, denn nun konnte man die Sünden nicht mehr verheimlichen.

Dann kam die Zeit der Selbstkontrolle. Mehr und mehr wurden wir geschult, um unseren Blutzucker selbst zu testen, konnten besser eingreifen und unseren Lebensstil auf die Krankheit abstimmen. Das war ein riesiger Schritt nach vorn. Vor Allem auch für die, die auf Spritzen angewiesen waren. Bis dahin mussten die Kohlehydrate genau abgewogen und zu bestimmten Zeiten vorgeschriebenen Mahlzeiten eingenommen werden, während man nun schon freier auf die vom Körper gegebenen Informationen reagieren kann. Aber trotz des Fortschritts sind wir immer noch täglich gefordert.

Blutzuckerwerte sind Informationen, keine Schulnoten!

Beim Arzt sollten wir selbstbewusster auftreten. Man hat manchmal den Eindruck, dass man sich mit schlechten Werten rechtfertigen muss. Muss man nicht sondern mit dem Arzt auf Augenhöhe beraten, wie es besser laufen könnte. Wir sind schließlich die Experten zu diesem Thema. Man sollte sich mit der Diabetesbehandlung selbst wohlfühlen.

Dann ist da noch die eigene Achtsamkeit

Es gibt so viele Dinge in unserer Zeit, die uns Angst machen. Vieles in unserer Zeit bringt uns ins Wanken und führt zu Unsicherheiten. Oft fühlen wir uns ausgeliefert. Es gibt aber auch persönliche Krisen. Wie gehe ich nun mit Dingen um, die ich nicht ändern kann? Was ich nicht ändern kann, nehme ich zur Kenntnis, lasse es aber nicht so sehr an mich heran. Vor allem aber ist es wichtig, dass wir alles tun, um uns wohlzufühlen – Dinge tun, die uns Spaß machen und uns gut tun. Dazu gehören auch unsere monatlichen Treffen und alle anderen Aktivitäten, die unsere gute Gemeinschaft ausmachen.

Erika Walther


 

Selbsthilfegruppe Magdeburg–Berufstätige

Treffen der SHG

Am 25. November 2023 trafen sich 10 Mitglieder der SHG und zwei Gäste im Pik ASZ in Magdeburg zu einem interessanten Vortrag über Klimawandel und Diabetes. Gleichzeitig war es unsere letzte Veranstaltung im Jahr 2023. Herr Dr. Münch von der Nordparkapotheke informierte uns über die Auswirkung der heißen Tage, die stetig mehr werden. Wir erfuhren viel über das Prinzip der Temperaturregulierung des menschlichen Körpers, die Symptome erhöhter Körpertemperatur, diesbezügliche Gegenmaßnahmen, Strategien zur Unterstützung der natürlichen Temperaturregulation, eventuell auftretende Problemen bei Fernreisen, die Wirksamkeit von Insulin bei hohen Temperaturen sowie den Einfluss hoher Temperaturen auf verschiedene Medikamentengruppen.
Bei einer abschließenden Kaffeerunde konnten noch weitere Fragen gestellt werden, was auch rege in Anspruch genommen wurde. Wir bedankten uns bei Herrn Dr. Münch für den informativen Vortrag. Zum Schluss gab es noch Vorschläge für den Jahresplan 2024, welcher gleich beschlossen wurde. Unsere Mitglieder wurden mit den besten Wünschen für eine schöne Weihnachtszeit sowie alles Gute für das neue Jahr verabschiedet.

Vorstellung neuer Hilfsmittel für Diabetiker

14 Mitglieder der SHG- Magdeburg-Berufstätige verfolgten am 13. Januar 2024 den interessanten Vortrag „Die nächste Generation zur automatischen Zuckermessung“ von Frau Eickmann-Müller aus einer diabetologischen Schwerpunktpraxis in Halle und Frau Schuster von der Firma Dexcom Deutschland GmbH. Frau Eickmann-Müller stellte zunächst den neuen Dexcom G7 vor. Danach berichtete sie über eine von ihr durchgeführten Mini-Studie. Dazu erarbeitete sie einen Fragebogen zu praktischen Erfahrungen mit dem G7, der von einigen ihrer Patienten beantwortet wurde. Bei einer anschließenden Kaffeerunde bestand die Möglichkeit weitere Fragen zu stellen. Bedanken möchten wir uns herzlich bei Frau Eickmann-Müller und Frau Schuster für den mitgebrachten Imbiss. Insgesamt war es eine informative Veranstaltung in lockerer Atmosphäre.

Andreas Stephan und Christine Melcher
Leiter und Stellvertreterin SHG Magdeburg-Berufstätige


 

Treffen zum Erfahrungsaustausch mit der Selbsthilfegruppe Diabetestreff Wolfsburg

Am 3. Juni 2023 begaben sich sieben Mitglieder der Selbsthilfegruppe Magdeburg-Berufstätige auf den Weg zur Selbsthilfegruppe Diabetestreff nach Wolfsburg. Herr Schimschar der Leiter dieser Gruppe begrüßte uns herzlich mit fünf Mitgliedern seiner Gruppe. Er hatte ein Tagesseminar zum Thema Insulinpumpentherapie für Anwender und Interessierte bei der KISS (Kontakt- und Selbsthilfe im Paritätischen Sozialzentrum) in der Saarstraße organisiert. Dieses Treffen war schon vor zwei Jahren geplant gewesen, aber Corona machte uns einen Strich durch unsere Planung. Nach dem persönlichen Bekanntmachen ging es um 10:00 Uhr los. Es ging um die Themen wie:
Was ist eine Insulinpumpe und was kann sie?
Wie verhalte ich mich bei kurz- oder längerfristigem Ablegen der Pumpe (Pumpenpause)?
Wie schaffe ich es, meine Nüchternwerte zu optimieren?
Wie kann ich meine Basalrate optimieren?
Was kann die temporäre Basalrate?
Welche Bolusvarianten gibt es, wie und wann nutze ich sie?
Was ist ein AID-System und was kann es?
Es erfolgte während der Vorträge reger Erfahrungsaustausch. Zur Mittagszeit hatten Herr Schimschar mit seinen Mitgliedern ein schönes Buffett vorbereitet. Nach der Stärkung ging es weiter. Zum Schluss der Veranstaltung führte der Kassenwart Herr Neugebauer eine Präsentation der Firma Medtronic über die Insulinpumpe Minimed 780 G vor. Herr Stephan, der Leiter unserer Selbsthilfegruppe, lud die Mitglieder der Selbsthilfegruppe Diabetestreff Wolfsburg für das nächste Jahr nach Magdeburg zu einem weiteren Treffen ein. Nach unserem großen Dank für die gelungene Veranstaltung und das persönliche Kennenlernen begaben wir uns alle wieder auf den Heimweg
Christine Melcher (Stellvertretende SHG-Leiterin Magdeburg-Berufstätige)