Liebe Mitglieder des Landesverbandes,
nun gehört das 1. Quartal 2026 der Vergangenheit an und wir mussten uns durch die politische Lage in der medizinischen Versorgung, den ständig steigenden Fachärztemangel und auch der deutlichen Veralterung der Selbsthilfegruppen weiteren neuen großen Herausforderungen stellen.
Ich möchte mich auf diesem Weg herzlich bei den Mitgliedern des Vorstandes, insbesondere Frau Kirchhof und Frau Winter sowie den Selbsthilfegruppenleitern für ihr Engagement trotz der widrigen Umstände, ganz herzlich bedanken.
In Deutschland gibt es aktuell rund 11 Millionen Menschen mit Diabetes, darunter mindestens 9.1 Millionen mit einem diagnostizierten Typ-2-Diabetes und 340.000 Erwachsene sowie 37.000 Kinder und Jugendliche (bis zum Alter von 20 Jahren) mit Typ-1-Diabetes. Zusätzlich wissen mindestens weitere 2 Millionen noch nichts von ihrer Erkrankung. Pro Jahr treten 450.000 Neuerkrankungen an Typ-2-Diabetes auf. Es wird damit gerechnet, dass hierzulande bis zum Jahr 2040 etwa 12,3 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt sein werden. Bei 95 Prozent der Betroffenen liegt ein Typ-2-Diabetes vor.
Jährlich erkranken rund 4.000 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre neu an Typ-1-Diabetes. Die Rate der Typ-1-Diabetes-Neuerkrankungen steigt derzeit jährlich um 3 bis 5 Prozent an. Die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen mit Diabetes wird mit einer Insulinpumpe behandelt. Kinder und Jugendliche aus Familien mit niedrigem Sozialstatus und/oder Migrationshintergrund haben ein erhöhtes Risiko für Übergewicht und Adipositas, dem stärksten Risikofaktor für Diabetes Typ 2. Mit der richtigen Therapie sind Kinder mit Diabetes genauso belastbar und leistungsfähig wie andere, stoffwechselgesunde Kinder.
Aktuell sind rund 7000 Diabetologen in Deutschland in verschiedenen ambulanten und stationären Einrichtungen tätig. Dadurch ist jedoch eine flächendeckende Versorgung nicht gewährleistet. Angesichts der geringen Anzahl an Fachärzten/-innen im Schwerpunkt Endokrinologie und Diabetologie ist es nicht verwunderlich, dass die Wartezeit für einen ambulanten Sprechstundentermin oft mehrere Monate beträgt. In sehr vielen Kliniken ist das Spezialgebiet „Endokrinologie und Diabetologie“ überhaupt nicht vertreten. Gefordert wird – wie schon seit Jahrzehnten – eine Neuordnung der Rollenverteilung zwischen ambulantem und stationärem Sektor.
Durch die Umsetzung des im Januar 2025 in Kraft getretenen Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetzes (KHVVG) sollte sich die Qualität der Patientenversorgung verbessern. Nach wie vor wird die Umsetzung dieser Wahlversprechen im Interesse der Diabetespatienten gefordert.
Am 21.03 waren ich, Frau Kirchhof, Frau Silke Jungmann und Frank Schröder zum Selbsthilfetag in Wittenberg, welcher unter dem Motto Diabetes stand. Die Veranstaltung war hervorragend durch Frau Petra Trollius, Leiterin der Selbsthilfekontaktstelle in Wittenberg und ihrem Team organisiert und daher auch gut besucht. Am 09.04.2026 waren Frau Kirchhof und Frau Winter beim Gesundheitstag im Merseburger Merse-Center.
Unser Landesverband feiert in diesem Jahr sein 35-jähriges Bestehen. Dies nehmen wir zum Anlass, am 10.10.2026 einen Diabetikertag in Halberstadt durchzuführen. Auch haben wir in diesem Jahr wieder einen Tag der offenen Tür am 17.06.2026 in unserer Landesgeschäftsstelle in Merseburg geplant.
Ich wünsche Ihnen alles Gute, passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund!
Ihr Frank-Burkhard Biester
Landesvorsitzender